Im historischen Schafstall wird das auf den alten Heidehöfen vor allem im Winter praktizierte Spinnen, Weben und Stricken vorgestellt. Eine aktive Gruppenarbeit findet seit 1983 statt, seit 1986 im über 350 Jahre alten Schafstall.
Drei Gruppen sind hier derzeit (Stand 2026) aktiv. Sie nehmen folgende Aufgaben wahr:
Im Gegensatz zur „Spinndönz“ (Spinnstube), die früher nur im Winter stattfand, wird auf dem Theeshof das ganze Jahr über Schaf- und Schnuckenwolle sowie Flachs gesponnen und verwebt. Anhand von pflanzengefärbter Wolle werden zudem Färbemöglichkeiten vorgestellt. 2026 entsteht dazu auf dem Theeshof auch ein Färbergarten.
Die offene Gruppe „Spinnen 2.0“ trifft sich jeden 1. und 3. Sonnabend im Monat zwischen 14 und 17 Uhr. Die Gruppe hat sich dem Spinnen und Weben verschrieben. Mit viel Liebe und Hingabe stellen sie ihre Werke komplett eigenständig her vom Verarbeiten der Rohwolle bis zum fertigen Stück. Bei den Treffen gewähren die Mitglieder interessierten Besuchern spannende Einblicke in die aufwendigen und faszinierenden Arbeitsschritte dieses alten Handwerks. Im Schafstall werden sieben Webstühle – zum Teil aus dem 19. Jahrhundert – aktiv genutzt. Dabei spielt nicht nur die Technik, sondern auch die Wertschätzung für nachhaltige und regionale Materialien eine wichtige Rolle. Das Weben gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Eine weitere Gruppe trifft sich Dienstags zwischen 19 und 21 Uhr im Schafstallgebäude zur Arbeit an alten und neuen Geräten. Ansprechpartnerin ist Brigitte Meyer, (0162) 8822052.
2025 hat sich zudem ein Stricktreff gegründet, der sich jeden 1. und 3. Donnerstag zwischen 19.30 und 21 Uhr im Schafstall trifft.
Der Schafstall stand ursprünglich auf dem Hof von Frido Vorwerk in Wieckhorst. Wann er dort aufgebaut wurde, ist nicht bekannt. Der Besitzer gab jedoch an, daß bei Reparaturarbeiten am Dach in den 1950er Jahren festgestellt wurde, daß die Dachlatten noch mit Holzzargen befestigt waren, was auf ein hohes Alter des Gebäudes schließen läßt. Es handelt sich um einen sogenannten Hofschafstall mit hochgezogenen Seitenwänden, die mit Lehmstaaken ausgefacht sind. Der Stall ist auf den Theeshof transferiert und originalgetreu mit 7 Meter Breite und 13 Meter Länge auf Steinfundament wieder aufgebaut worden.